Was kommt nach dem Kyoto Protokoll?

Ecofys-Mitarbeiter promoviert über Möglichkeiten der internationalen
Klimapolitik nach 2012
 
   Köln (iwr-pressedienst) - Am 30. Mai 2005 verteidigte Ecofys
Mitarbeiter Niklas Höhne seine Doktorarbeit: "Was kommt nach dem Kyoto
Protokoll?" an der Universität Utrecht, Niederlande. Parallel zu seiner
Tätigkeit als Senior Consultant bei Ecofys mit Schwerpunkt Klimaschutz
hat Höhne in den vergangenen Jahren die Optionen der internationalen
Klimatpolitik nach 2012 untersucht - denn dann endet die erste
Verbindlichkeitsperiode des Kyoto Protokolls. Mit seiner Arbeit liefert er
konkrete Vorschläge für ein zukünftiges internationales Klima-Regime.

In der internationalen Klimapolitik gilt es eine Blockade zu
überwinden: Industrieländer tragen historisch gesehen die größte
Verantwortung für die globale Klimaveränderung und sollten daher einen
ersten Schritt tun, ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Doch die
USA als größter Emittent lehnen das Kyoto-Protokoll und verbindliche
Emissionsreduktionen konsequent ab. Ohne die USA allerdings sind auch die
Entwicklungsländer zu keinen Verpflichtungen bereit. Solange die
internationale Klimapolitik keinen Weg aus dieser Sackgasse findet, ist
eine Einigung auf notwendige nächste Schritte kaum möglich.

Höhnes Dissertation jedoch zeigt, dass frühe Maßnahmen wie das Kyoto
Protokoll von hoher Wichtigkeit sind, wenn es um signifikante Reduktion
der Treibhausgas-Emissionen und die damit verbundene Klimastabilisierung
geht. Sie macht deutlich, dass zusätzliche klimatische Auswirkungen bei
einem 5-15-jährigen Aufschub der Emissionenverminderung zwangsläufig
unausweichlich sind oder nur noch mit erheblichen  nachträglichen
Anstrengungen verhindert werden können.


Erste Schritte können den Weg ebnen

Unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Situation stellt der Ecofys
Mitarbeiter ein neues, aber einfaches Konzept vor, das als Basis für
weitere Verhandlungen dienen könnte. In diesem System sind Industrieländer
verpflichtet, ihre pro Kopf Emissionen zu reduzieren. Entwicklungsländer
reduzieren ihre Emissionen auf das selbe Niveau, aber erst verzögert und
abhängig von den Maßnamen der Industrieländer. Höhne folgert, dass ein auf
diesen Prinzipien basierendes System, eventuell mit weiteren
Zwischenstufen und ausgefeilterer Ausgestaltung, den Bedürfnissen der
meisten Länder gerecht werden kann.

Während eine weltweite Einigung jedoch unerreichbar scheint, könnten
gleichgesinnte Industrieländer gemeinsam mit solchen Entwicklungsländern
in der Zwischenzeit den Weg für eine weltweite Einigung ebnen, indem sie
demonstrieren, dass Emissionsminderungen durchaus ohne weitgehende
negative wirtschaftliche Konsequenzen möglich sind. Diese Führungsrolle
könnte anderen Ländern als Vorbild dienen und dazu anregen, sich
anzuschließen - was letztlich nur von Vorteil für die frühzeitig aktiv
werdenden Länder ist: Schließlich wird die signifikante Verminderung von
Treibhausgas-Emissionen auf lange Sicht unvermeidbar sein, um das Klima zu
stabilisieren.


Niklas Höhne

Seit 2001 gehört Niklas Höhne der Ecofys GmbH an, Tochtergesellschaft
der europaweit tätigen Energiegruppe   Econcern. Dort bearbeitet er
zusammen mit einem Team aus Energie- und Umweltspezialisten unter anderem
Studien für die EU-Kommission oder das Umweltbundesamt zur Zukunft der
internationalen Klimaverhandlungen.


Ecofys GmbH

Ecofys ist eine führende Beratungsgesellschaft, deren Tätigkeiten sich
auf die Bereiche Klimaschutz, Energieeinsparung und erneuerbare Energien
erstrecken. Zum Kompetenzbereich zählen dabei vor allem Solarenergie,
Windenergie, Biomasse, Energieversorgung, Klimapolitik und Energielösungen
im Gebäudebereich. Engagierte Mitarbeiter bieten Forschungsleistungen
ebenso an wie umfassende Beratungsleistungen.


Econcern-Gruppe

Die europäische Unternehmensgruppe Econcern wurde 1984 gegründet und
hat sich auf den Gebieten nachhaltiger und erneuerbarer Energie sowie
Energieeffizienz spezialisiert. Das Unternehmensmotto: "Eine nachhaltige
Energieversorgung für alle". Mittlerweile beschäftigt Econcern über 300
hochqualifizierte Mitarbeiter, verteilt auf Niederlassungen in den
Niederlanden, Deutschland, England, Belgien, Polen, Spanien und Italien.
(http://www.econcern.com).

In Deutschland ist Econcern an den Standorten Köln, Nürnberg und Berlin
vertreten. Zur Econcern Gruppe gehören die Unternehmen Ecofys, Ecostream,
Evelop und Ecoventures.


V.i.S.d.P.: Marijke Lammers, Ecofys GmbH Köln

Our Mission "A sustainable energy supply for everyone"

Quelle: iwr-pressedienst

Diesen Beitrag teilen


Was kommt nach dem Kyoto Protokoll? - Auf Twitter teilen.Was kommt nach dem Kyoto Protokoll? - auf Google Plus teilen  Was kommt nach dem Kyoto Protokoll? Ihren Kontakten auf Xing zeigen.

Datenschutz Hinweis


Diskutieren Sie über unsere Artikel:

Als registrierter und angemeldeter Nutzer können Sie unsere Artikel kommentieren.
   

Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, verwenden wir auf unseren Webseiten Cookies. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Cookies für diese Domain akzeptieren: