Feinstaub-Emissionen in Großstädten

Fahrzeuge umrüsten statt aussperren!

   sup. - Eine EU-Verordnung aus dem Jahr 1996 macht Furore: Weil die jetzt nach langem Vorlauf in Kraft getretenen Feinstaub-Grenzwerte von immer mehr deutschen Großstädten überschritten werden, führt die Richtlinie 96/62/EG plötzlich zu hektischen Diskussionen. Von Fahrzeug-Stilllegungen und Fahrverboten ist die Rede, Straßensperrungen werden bereits praktiziert, und bei der Ursachenforschung von bisherigen Versäumnissen zeigt jede Seite auf die andere. Dass Handlungsbedarf besteht, darüber herrscht Einigkeit. So genannter „lungengängiger Feinstaub“, also winzige Partikel, die über die Atmungsorgane in Gewebe und Organe eindringen können, stellen ein lange unterschätztes Gesundheitsrisiko dar.

Aber während Sperrungen das Problem lediglich um ein paar Straßenzüge räumlich verlagern, gibt es schon heute eine wesentlich effektivere Möglichkeit zur Reduzierung der Feinstäube in Kfz-Abgasen: den Gasantrieb als schadstoffarme Kraftstoff-Alternative. Je schneller möglichst viele Fahrzeuge für den Betrieb mit Autogas ausgestattet werden, desto früher lassen sich die Feinstaub-Emissionen gerade in Ballungsräumen minimieren. Autogas, also Flüssiggas als Kraftstoff, verbrennt nämlich praktisch ohne die Entstehung von Rußpartikeln. Auch der Anteil von Kohlenwasserstoffen und Stickoxiden wird deutlich reduziert.

Die Kosten für den Umbau haben sich bei Vielfahrern bereits nach ca. zwei bis drei Jahren wegen der niedrigeren Besteuerung wieder bezahlt gemacht. Flüssiggas ist eine ideale Energie gerade für die unkomplizierte Nachrüstung von Gebrauchtwagen. Im Gegensatz zum Erdgas-Antrieb reicht für die Lagerung im Tank nämlich ein Betriebsdruck von etwa acht bar aus. Der zusätzliche Flüssiggastank ist deshalb in Ausmaß und Formgebung völlig flexibel, so dass er beispielsweise in die Reserverad-Mulde eingepasst werden kann. Der große Vorteil: Auch der jetzige Bestand an Fahrzeugen kann durch solch eine umweltgerechte Ausstattung schon zur Reduzierung der Feinstäube beitragen.

Ein Blick ins europäische Ausland zeigt, dass in einigen Metropolen das Umwelt-Potenzial von Autogas längst erkannt wurde. So wurde zur Entlastung der Londoner Luft eine City-Maut für den Innenstadtbereich von der Tower Bridge bis zum Hyde Park eingeführt. Autofahrer, die es ihrer Queen gleichtun und mit Autogas fahren, sind von dieser Abgabe befreit. In Wien fährt die gesamte Busflotte des öffentlichen Personen-Nahverkehrs mit Autogas, immerhin mehr als 550 Stadtbusse. Und beispielsweise in Rom, Amsterdam oder Warschau gehört eine Vielzahl von Autogas-Fahrzeugen ohnehin seit Jahren zum normalen Straßenbild.

Quelle: supress

Diesen Beitrag teilen


Feinstaub-Emissionen in Großstädten - Auf Twitter teilen.Feinstaub-Emissionen in Großstädten - auf Google Plus teilen  Feinstaub-Emissionen in Großstädten Ihren Kontakten auf Xing zeigen.

Datenschutz Hinweis


Diskutieren Sie über unsere Artikel:

Als registrierter und angemeldeter Nutzer können Sie unsere Artikel kommentieren.
   

Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, verwenden wir auf unseren Webseiten Cookies. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Cookies für diese Domain akzeptieren: