Elektrofahrzeuge - für wen sind sie geeignet?

Laut einer aktuellen Umfrage von AutoScout24 haben die Deutschen großes Interesse an E-Autos: 81 % der Befragten könnten sich ein Elektrofahrzeug als Zweitwagen für kurze Fahrten vorstellen. Besonders überzeugend sind dabei die geplante staatliche Unterstützung und die Subventionen – allerdings wäre das kostenlose Aufladen des Akkus für die Mehrheit am reizvollsten. Doch warum eignen sich Elektro-Fahrzeuge als Zweitwagen besonders gut und sind sie auch für Fahranfänger eine Option?
 
Im Moment kann man noch nicht von einem boomenden Elektro-Auto-Markt sprechen. Der Grund für den schleppenden Verkauf in Deutschland sind die höheren Anschaffungskosten, die geringe Streckenreichweite der Fahrzeuge und eine nicht ausreichende Lade-Infrastruktur. Die Verkaufsargumente für ein E-Auto sind vor allem ein lautloses Fahren und die fehlenden Abgase. Aus den veröffentlichten Nutzungsdaten der von Nissan verkauften Elektroautos geht hervor, dass drei Viertel der Käufer das Auto als Zweitwagen nutzen, es aber genauso intensiv nutzen wie den anderen Wagen. Der wöchentliche Durchschnitt liegt bei 361 zurückgelegten Kilometern und widerlegt damit das Vorurteil des praxisuntauglichen Elektrofahrzeugs.
 
Im Gegensatz zu manch anderen europäischen Ländern konnte man sich in Deutschland noch nicht auf eine staatliche Förderung einigen, sodass die geplanten 100.000 Elektroautos auf deutschen Straßen im Jahr 2014 um Längen verfehlt wurden. Aufgrund der geringen Verkaufszahlen ist auch das Angebot an gebrauchten E-Autos eher bescheiden.
 

Vor- und Nachteile eines Elektroautos

Die Vorteile für junge Fahrer liegen auf der Hand: Elektroautos haben geringere Betriebskosten als herkömmliche Fahrzeuge. Zudem sind die Stromtarife günstiger als Benzin oder Diesel, Elektromotoren sind weniger wartungsanfällig und die Steuern und Versicherungsbeiträge liegen unter den herkömmlichen Kfz-Versicherungen. Besonders der letzte Punkt kann bei Fahranfängern mächtig ins Gewicht fallen. Dafür sind die Anschaffungskosten extrem hoch – zwar bieten viele Händler Ratenzahlungen oder Leasing-Verträge an, doch im Vergleich zu anderen Kreditmöglichkeiten sind diese meist nicht sehr attraktiv. Autokredite von unabhängigen Geldgebern dagegen haben den Vorteil einer schnellen Abwicklung. Weitere Nachteile eines Elektroautos sind lange Ladezeiten und eine niedrige Lebensdauer der Autobatterien.
 

Elektroautos und junge Fahrer

Auch bei den jungen Fahrern stoßen Elektroautos auf großes Interesse. Zwei Drittel der 18 bis 24-jährigen Deutschen würden bei einem ausgeglichenerem Preis-Leistungs-Verhältnis ein E-Auto nutzen. Dazu verzichten immer mehr junge Menschen auf ein eigenes Auto und nehmen stattdessen Car-Sharing-Angebote oder ähnliche flexible Mobilitätsdienstleister in Anspruch. In der Regel nutzt man das Car-Sharing in Städten für kurze Strecken und ist nicht auf ein individuelles Fahrzeug angewiesen – ideal also für den Einsatz von Elektrofahrzeugen.
 

Das Ausnahmeauto für U18-Fahrer: Renault Twizy

Der Sonderfall unter den Elektroautos ist der Renault Twizy. Der kleine Flitzer fällt unter die Quad-Kategorie, sodass ihn 16-Jährige mit einem Führerschein der Klasse AM (vor 2013 als Klasse S ausgegeben) alleine fahren dürfen. Das aktuell günstigste Modell auf dem Elektromarkt bietet jedoch kaum Stauraum und beinhaltet nur gegen Aufpreis Seitenscheiben.

Diesen Beitrag teilen


Elektrofahrzeuge - für wen sind sie geeignet? - Auf Twitter teilen.Elektrofahrzeuge - für wen sind sie geeignet? - auf Google Plus teilen  Elektrofahrzeuge - für wen sind sie geeignet? Ihren Kontakten auf Xing zeigen.

Datenschutz Hinweis


Diskutieren Sie über unsere Artikel:

Als registrierter und angemeldeter Nutzer können Sie unsere Artikel kommentieren.
   

Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, verwenden wir auf unseren Webseiten Cookies. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Cookies für diese Domain akzeptieren: