Kfz-Versicherung für Elektroautos

Bis jetzt sind elektrisch betriebene Autos auf den Straßen eher die Seltenheit, aber das wird voraussichtlich nicht immer so bleiben. Auch die Versicherungen müssen sich überlegen, welche Kriterien in Zukunft für die Einstufung dieser neuen Fahrzeugklasse bewertet werden.
 
Die jährliche Zulassungsrate von Elektroautos steigt zunehmend. Von 2012 auf 2013 betrug die Steigerung ganze 56 Prozent. Die realen Zahlen bewegen sich zwar noch im vierstelligen Bereich, doch ein Trend ist trotzdem klar zu erkennen. Die meisten Elektro- und Hybridfahrzeuge wurden bis jetzt von Unternehmen und nicht von Privatpersonen angemeldet.
 
Wer bereits im Besitz eines Elektrofahrzeugs ist, braucht natürlich schon jetzt die passende Kfz-Versicherung. Der Marktführer unter den Elektroautos, der Opel Ampera, kann bei den meisten Versicherungen zu fairen Konditionen versichert werden. Das Angebot an Tarifen für Elektrofahrzeuge ist aber noch recht überschaubar. Welche Versicherer infrage kommen, erfahren Sie am besten mithilfe eines Versicherungsvergleiches, zum Beispiel auf tarife.de.
 
Generelle Richtlinien für die komplette Fahrzeugklasse gibt es allerdings noch nicht. Ein Punkt, an dem die Versicherungen arbeiten müssen.
 

Fehlende Erfahrungswerte erschweren die Einstufung

Das Problem der Versicherer liegt in den fehlenden Erfahrungswerten, die sonst zu einer Klassifizierung in die Versicherungsstufen herangezogen werden. Es gibt keine Studien oder nennenswerte Zahlen zu Unfällen, die durch Elektroautos bzw. deren Fahrer verursacht wurden. Die extrem leisen Geräusche, die von den modernen Fahrzeugen ausgehen, könnten zu der Annahme verleiten, das sie deswegen für Fußgänger und Radfahrer schwerer wahrzunehmen und deswegen gefährlicher sind. Andererseits werden Elektroautos bislang vorwiegend von sehr bewussten und eher zurückhaltenden Autofahrern gekauft. Das würde für eine sehr geringe Unfallquote sprechen.
 
Durch die eingeschränkte Reichweite sind Elektrofahrzeuge vorwiegend in der Stadt unterwegs. Hier kann man erfahrungsgemäß sagen, kommt es häufiger zu kleinen Unfällen, aber eher selten zu wirklich schweren Schäden.
 
Ein anderer Punkt ist die Technologie als mögliche Gefahrenquelle. Der Motor verfügt über eine Hochvoltbatterie, die bei unachtsamen Herumschrauben einen tödlichen Stromschlag abgeben kann. Nicht nur die Autos selbst, sondern auch die "Tankstellen" sind mit Technik ausgestattet. Übernimmt die Versicherung zum Beispiel Schäden an Ladekabeln, die beim Auftanken entstehen?
 
Außerdem sollte die Umweltkomponente nicht außer Acht gelassen werden. Wer auf Autogas umrüstet, kann bei einigen Versicherern Öko-Rabatte geltend machen. Wäre so eine Regelung auch für Elektro-Fahrzeuge möglich? Das sind Fragen, die sich die Versicherungen stellen sollten.
 
Bild1: © istock.com/code6d
Bild2: © istock.com/Sjo

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