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THEMA: Große Nachfrage nach Voll-Hybridfahrzeugen

Große Nachfrage nach Voll-Hybridfahrzeugen 8 Jahre 4 Monate her #1

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Hybridfahrzeug von Siemens VDO Ende 2006 auf der Straße

Hybridfahrzeugtechnik   (box) - Die Nachfrage nach Voll-Hybridfahrzeugen steigt vor allem in den USA kontinuierlich. Deshalb treibt der Automobilzulieferer Siemens VDO die Entwicklung dieser technisch besonders anspruchsvollen Hybrid-Variante voran. „Bereits Ende 2006 wird unser erster Voll-Hybrid in einem Demonstrationsfahrzeug verfügbar sein“, so Dr. Klaus Egger, im Bereichsvorstand der Siemens VDO Automotive für das Geschäftsgebiet Powertrain verantwortlich. Mit dem Voll-Hybrid wird rein elektrisches und damit emissionsfreies Fahren möglich.

Die zunehmende Popularität von Hybridfahrzeugen stellt die Automobilindustrie vor neue Herausforderungen, denn dieses Antriebskonzept greift tief in die Strukturen konventioneller Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor ein. Das perfekte Zusammenspiel der Komponenten geht weit über das von Verbrennungs- und Elektromotor hinaus. Auch Getriebe, Motorsteuerung, Nebenaggregate und Energiespeicher sowie die elektrischen Verbraucher müssen auf die komplexen Energieflüsse des kombinierten Antriebs eingestellt werden. „Wir treiben die Entwicklung auf allen System-Ebenen voran und bringen dabei unsere über 20jährige Erfahrung in zahlreichen Applikationen bei Elektro- und Hybridfahrzeugen wie zum Beispiel dem Ford Ranger und dem Audi Duo ein“, sagte Egger.

Die Herausforderungen an ein Hybridsystem sind deshalb hoch, weil wesentlich höhere Spannungen und Ströme erforderlich sind, als dies bisher von elektrischen Komponenten im Auto bekannt war. Beim Voll-Hybrid muss der Elektromotor während des rein elektrischen Fahrbetriebs eine ähnliche Leistung erbringen wie der Verbrennungsmotor. Damit steigen die Spannungen bis auf mehrere 100 Volt an. Gleichzeitig müssen die elektrischen Maschinen zunehmend kompakter werden. Um dem Automobilhersteller die größtmögliche Entscheidungsfreiheit bei der Auslegung des elektrischen Antriebs zu geben, optimiert Siemens VDO bereits verbreitete Elektromotoren wie den Asynchron- und Synchronmotor und entwickelt neue Motorenkonzepte. „Wir kombinieren die wirtschaftliche und zuverlässige Technik von Asynchronmotoren mit der kompakten Bauweise und den Wirkungsgradvorteilen Permanentmagnet erregter Synchronmotoren“, erläuterte Egger.

Im Zuge der Entwicklungen müssen die Wirkungsgrade bei allen Komponenten stetig steigen. Weiterer Bedarf besteht unter anderem bei Hochleistungsenergiespeichern und Getrieben. Die Hybrid-Experten bei Siemens VDO nutzen umfangreiches Know-how aus der Motor- und Getriebesteuerung zur Integration des elektrischen Antriebs in das Fahrzeug. „Wir wollen in Zukunft alle Komponenten für das elektrische Antriebssystem aus einer Hand anbieten“, so Egger. Mit diesem Ziel vor Augen arbeitet Siemens VDO nach Aussage von Egger bereits an einem vollelektrischen System, das die Antriebskraft auch ohne konventionelles Getriebe auf die Räder überträgt.


Marktpotenziale

Für die Zielmärkte USA und Asien zeichnet sich nach Einschätzung von Siemens VDO das größte unmittelbare Wachstumspotenzial ab. Dort dominiert bei den Hybridfahrzeugen der Voll-Hybrid. Neun von zehn Hybridfahrzeugen werden heute in den USA verkauft. „Daher fokussieren wir unsere kurzfristigen Entwicklungsaktivitäten in Richtung Voll-Hybride und entwickeln gezielt für unterschiedliche Fahrzeugklassen“, sagte Egger. „Wir schätzen das weltweite Marktpotenzial für Hybride ab dem Jahr 2012 auf 1,5 Millionen Fahrzeuge“, ergänzte er.

In Europa ergibt sich ein anderes Bild. Für Siemens VDO steht der Hybridantrieb hier nach wie vor nicht im Wettbewerb zum Diesel- oder Ottomotor, sondern ist vielmehr eine ergänzende Technologie mit dem Potenzial, den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen weiter abzusenken und gleichzeitig die Fahrleistungen zu verbessern. „Im Verbrennungsmotor steckt noch viel Entwicklungspotenzial. Der Trend geht zu immer effizienteren Ottomotoren. Sowohl der Diesel als auch der Benziner sind noch längst nicht ausgereizt“, konstatierte Egger. „Daher geben wir im Hinblick auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis für den Fahrzeugantrieb in Europa mittel- bis langfristig eher den Mild-Hybridlösungen die größeren Marktchancen.“

Quelle|Foto: PresseBox

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Große Nachfrage nach Voll-Hybridfahrzeugen 10 Monate 1 Woche her #2

VW hat dem Diesel und der deutschen Industrie großen Schaden zugefügt. Waren die Verantwortlichen wirklich der Ansicht, dass ein derartiger Betrug nicht erkannt wird?
Leider hat man die oben angeführten Versprechungen auch nicht eingehalten und man vernachlässigt offensichtlich auch die Entwicklung der Brennstoffzelle. Deshalb fahre ich in Kanada eine zuverlässigen Prius V in habe wieder Freude am Fahren trotz all der Geschwindigkeitsbegrenzungen. Gute Nacht - es ist jetzt fast 23 Uhr.
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